Deflation

Die Deflation ist das Gegenteil einer Inflation, und beschreibt den Prozess anhaltender Absenkungen des allgemeinen Preisniveaus in einer Volkswirtschaft.

Für eine Deflation gibt es mehrere Ursachen. Sie entsteht z.B. aufgrund geldpolitischer Massnahmen von Zentralbanken, als Folge einer zu starken Verringerung der Geldmenge oder durch die Überproduktion von Gütern. Wenn das Angebot höher als die tatsächliche Nachfrage ist, kann es zu einer Absatzkrise führen, was ein sogenanntes Konjunkturtief verursacht. Die Investitionsbereitschaft von Unternehmen lässt nach, Gewinne fallen tiefer auf und die Arbeitslosigkeit steigt. Die gesamte Nachfrage nach Gütern sinkt, während das Angebot gleichbleibt.

Grundsätzlich wird zwischen zwei verschiedenen Arten einer Deflation entschieden:

Geldmengendeflation

Wenn die Geldmenge einer Volkswirtschaft schrumpft, spricht man von einer Geldmengendeflation. Da dies eine Unterversorgung der Wirtschaft mit Geld bedeutet, handelt es sich bei dieser Art um die gefährlichste Form.

Preisdeflation

Wenn die Verbraucherpreise einer Wirtschaft zurückgehen, dann spricht man von der so genannten Preisdeflation. Eine Preisdeflation bringt einzig für den Staat Nachteile, da die reale Schuldenlast ansteigt. Genau aus diesem Grund bemühen sich Politiker und Zentralbanken auch, eine dauerhafte Inflation herbeizuführen.